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	<description>&#160;&#160;          Gunhild Simon - Texte</description>
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		<title>Kommunikation &#8211; Stimme und Stridulation</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 11:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunhild Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[





Heuschrecke



Foto: www.JenaFoto24.de


© Jenzig71 / PIXELIO


Verständigung, Kommunikation, Sprache zwischen Lebewesen ist unabdingbar, denn wie sonst sollten sie zueinander finden oder sich abgrenzen?
Neben dem Anlocken sind auch Abwehr und Drohung Motive, um sich auszudrücken. Diese Signale sind sinnlich erfahrbar, rufen Reaktionen hervor &#8211; seien es Farbreize, die die Augen wahrnehmen, Geruchsspuren, die die Nase leiten, Berührungen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="border: 0px; float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;"><img style="border:none; padding:none;" src="http://www.simon.institut1.de/wp-content/uploads/220_1_heuschrecke.jpg" alt="Heuschrecke" title="Heuschrecke" /></td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;">
<span style="margin-top: 2px; font-size:13px; font-weight: bold;">Heuschrecke</span>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px;">Foto: <a style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px;" title="www.JenaFoto24.de" href="http://www.jenafoto24.de/" target="_blank">www.JenaFoto24.de</a></td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px; line-height: 10px;">© Jenzig71 / <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=36996" style="color: #67808d; font-size:10px;" target="_blank" title="PIXELIO">PIXELIO</a></td>
</tr>
</table>
<p><strong>Verständigung, Kommunikation, Sprache zwischen Lebewesen ist unabdingbar, denn wie sonst sollten sie zueinander finden oder sich abgrenzen?</strong></p>
<p>Neben dem Anlocken sind auch Abwehr und Drohung Motive, um sich auszudrücken. Diese Signale sind sinnlich erfahrbar, rufen Reaktionen hervor &#8211; seien es Farbreize, die die Augen wahrnehmen, Geruchsspuren, die die Nase leiten, Berührungen, die das taktile Empfinden ansprechen oder Laute, die die Ohren spitzen lassen.</p>
<p>Auch gestische und mimische Körpersignale dienen der instinktgebundenen Kommunikation mit Artgenossen &#8211; Brutpflege, Werbung, Revierabgrenzung, Imponieren, Drohen &#8211; und der Abschreckung und Warnung von Feinden. </p>
<p>Echsen können fauchen, Schlangen zischen, ja, sogar klappern, Frösche und Kröten quaken mit aufgeblähten Schallblasen, Fische sind sprichwörtlich stumm, während jedoch Meeressäuger &#8211; Wale und Delphine &#8211; in für Menschen meist nicht wahrnehmbaren Ultraschallfrequenzen Töne erzeugen.</p>
<p><span id="more-70"></span>Fledermäuse, fliegende Säugetiere, stoßen unausgesetzt für Menschen unhörbare Ultraschallaute aus, die der Echolokation, der Orientierung, Beuteortung und Verständigung im Dunkeln dienen. Diese Laute werden von jedem angepeilten Objekt &#8211; Artgenosse, Beutetier oder Hindernis &#8211; gleich einem Echo reflektiert, aufgefangen und cerebral verarbeitet. </p>
<p>Ausgeprägte Stimmen zum Zweck der Kommunikation haben in der ganzen großen Tierwelt nur Vögel und Säugetiere &#8211; Laute, die jubilierend, klagend, drohend, zeternd oder lockend aus den vielfältigsten Kehlen dringen. Die Töne werden im Kehlkopf zwischen zwei Membranen, den Stimmbändern, hindurchgepresst und erzielen unterschiedliche Tonhöhen durch das Anspannen der Muskeln, die die Membranen halten. Resonanzräume im Kehl-, Rachen- und Brustbereich verstärken sie zur eigentlichen Stimme.</p>
<table style="border: 0px; float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;"><img style="border:none; padding:none;" src="http://www.simon.institut1.de/wp-content/uploads/220_grille.jpg" alt="Grille" title="Grille" /></td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;">
<span style="margin-top: 2px; font-size:13px; font-weight: bold;">Grille</span>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px;">Foto: Wilhelm Schrott</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px; line-height: 10px;">© w.schrott / <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=147979" style="color: #67808d; font-size:10px;" target="_blank" title="PIXELIO">PIXELIO</a></td>
</tr>
</table>
<p>Insekten erkennen wir an ihrem Summen, Sirren, Brummen oder Flattern. Doch an warmen Sommerabenden, besonders im Süden, gibt es Konzerte zu hören, die auch von Insekten aufgeführt werden. Die durchdringenden Laute stammen von Schrecken, Grillen, Heimchen und Zikaden, überwiegend ganz unscheinbaren Tieren, die wir eigentlich nie zu Gesicht bekommen, anders als Heuschrecken oder als die riesige, bedrohlich erstarrt scheinende Gottesanbeterin, die zu den Schrecken zählt. Schrecken heißen sie, weil sie, eben noch eins mit ihrer grünen Umgebung, mit überdimensionalen Sprungbeinen katapultartig hochschnellen, sodass man erschrocken zurückweicht. </p>
<p>Einige Insekten und Gliederfüßer erzeugen durch das Aneinanderreiben zweier Stellen ihres Chitinpanzers, meist der Beine oder der Flügel, sirrende, zirpende, kratzende, brummende oder schnarrende Geräusche. Auch Vogelspinnen können einen drohenden Laut gegenüber Störenfrieden zur Warnung von sich geben. </p>
<p>Die Redensart &#8220;sich mit Grillen plagen&#8221;, oder &#8220;sich die Grillen aus dem Kopf schlagen&#8221; knüpft daran an, Insekten und Spinnen als Bild für Unruhe oder Realitätsferne zu verwenden. Hier wird auf das tinnitusartige Gezirp angespielt, das Grillen unablässig von sich geben. Als &#8220;Grillen&#8221; werden Gedanken bezeichnet, die vordergründig und unignorierbar durch den Kopf schwirren. [1] </p>
<p>In der anrührenden Janosch-Adaption der La-Fontaine-Fabel &#8220;La cigalle et la fourmi&#8221;, umgedeutet zu &#8220;Die Grille und der Maulwurf&#8221; ist die Grille die Vertreterin der brotlosen Kunst, die Ameise die der sturen Arbeit. [2] Die Illustration zeigt eine kleine, magere, unscheinbare Frau mit einer Geige unter dem Arm durch den unwirtlich hereinbrechenden Winter stapfen und um Unterschlupf bitten.</p>
<p style="float: left; margin-top: 6px; margin-right: 10px"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=instituintern-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3257007094&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Von allen Fleißigen, Reichen und Selbstgefälligen ab- und zurechtgewiesen findet sie schließlich Aufnahme beim Maulwurf &#8211; blind mit einer gelben Armbinde versehen &#8211; in seiner unterirdischen Kammer. Sie haben einander etwas zu geben: Er gibt Unterhalt, sie trägt Unterhaltung bei. Wie oft bei den Hintersinnigen wird die konventionelle Wertung der Fabel hier verkehrt. Nicht die berechnende Vorsorge der Ameise wird besungen, sondern die Sorglosigkeit des Künstlers, der gleich den Vögeln unter dem Himmel und den Lilien auf dem Felde in den Tag hinein lebt.</p>
<p>Für den aufmerksamen Naturbeobachter ist das Bild der fiedelnden Grille sinnig. Der durchdringende Ton, den Grillen erzeugen, gleicht technisch dem Fiedeln, denn er entsteht durch das Reiben geeigneter Organe aneinander.</p>
<p>Lateinisch <em>stridere, strideo</em>, heißt zirpen, knirschen, dazu gehört das Verbum intensivum<em> stridulare</em>, eine Verstärkung. Das Fachwort heißt entsprechend Stridulation, stridulieren, &#8220;fiedeln&#8221;, damit wird der Vorgang des Führens von Schrillkanten &#8211; etwa an den Beinen &#8211; über Schrillflächen &#8211; meist an den Flügeln &#8211; bezeichnet. [3] </p>
<p><img style="background:#cccccc; margin: 0 0 0 0; padding:none;" src="http://www.simon.institut1.de/0.gif" alt="Sprache aktuell" title="Sprache aktuell" width="590" height="1" /></p>
<p>[1] http://www.springerlink.com/content/p487086111542q52/fulltext.pdf?page=1</p>
<p>[2] &#8220;Eine Grille hatte den ganzen Sommer über nichts anderes getan, als auf ihrer Geige gefiedelt. Sich selbst zur Freude und für die kleinen Tiere auf dem Feld zum Tanzvergnügen. Aber dann kam der Herbst und dann der Winter und sie hatte nichts zu essen &#8230;&#8221;</p>
<p>[3] <a style="color:blue; font-size:12px;" title="Encarta" href="http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_1201552673/Stridulation.html" target="_blank">Encarta: Stridulation</a><br />
<img style="background:none; margin: 0 0 0 0; padding:none;" src="http://www.simon.institut1.de/0.gif" alt="Sprache aktuell" title="Sprache aktuell" width="590" height="1" /></p>
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		<title>Eingeigelt &#8211; Igel, Einzelgänger und Kulturfolger</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 23:03:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunhild Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[





 Igel als Stachelkugel



Foto: richy guenther


© r_aps / PIXELIO


Wenn es im Herbst früher dämmert, Vögel auf ihren Schlafbäumen hocken, Mäuse unhörbar wispern und Katzen auf leisen Pfoten durch die Gärten schleichen, wird ein anderer Bewohner munter und stöbert unverhohlen schnüffelnd, sorglos raschelnd umher.
Trockenes Laub, herabgefallene Früchte und Samen bedecken den Boden. Darin treibt ein Igel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="border: 0px; float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;"><img style="border:none; padding:none;" src="http://www.simon.institut1.de/wp-content/uploads/220_kleiner_igel.jpg" alt="Kleiner Igel" title="Kleiner Igel" /></td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;">
<span style="margin-top: 2px; font-size:13px; font-weight: bold;"> Igel als Stachelkugel</span>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px;">Foto: richy guenther</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px; line-height: 10px;">© r_aps / <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=417431" style="color: #67808d; font-size:10px;" target="_blank" title="PIXELIO">PIXELIO</a></td>
</tr>
</table>
<p><strong>Wenn es im Herbst früher dämmert, Vögel auf ihren Schlafbäumen hocken, Mäuse unhörbar wispern und Katzen auf leisen Pfoten durch die Gärten schleichen, wird ein anderer Bewohner munter und stöbert unverhohlen schnüffelnd, sorglos raschelnd umher.</strong></p>
<p>Trockenes Laub, herabgefallene Früchte und Samen bedecken den Boden. Darin treibt ein Igel auf Nahrungssuche sein Wesen. Schon seit einigen Wochen ist der Nachwuchs da. Außerdem muss er sich kräftigen. Denn es gilt, für den Winterschlaf vorzusorgen. Dafür bedarf es einer Speckschicht, Vorrat für vier oder fünf Monate reduzierten Stoffwechsels.</p>
<p>Der Igel heißt mittelhochdeutsch<em> igel</em>, althochdeutsch<em> igil</em>, lateinisch <em>(h)erinaceus, herix, hericius, echinus</em>, französisch <em>hérisson.</em> Alles lautmalerische Hinweise auf seine Stachligkeit. Nur im Englischen hat der Igel einen poetischen Namen: <em>hedgehog</em>, &#8220;Heckenhocker&#8221;, ein Hinweis auf seine Lebensweise. Igel sind die typischen Bewohner des Buschwerks und der Hecken, der Parks und der Gärten. Selbst mit dem Blutegel ist eine etymologische Verwandtschaft vorhanden. Dieser Zusammenhang entstand aus der rüsselartigen Schnauze, die an den Saugnapf des Parasiten erinnert. [1]</p>
<p>Ihr ungewöhnlicher Habitus hat ihnen allerlei Vergleiche eingebracht: &#8220;sich einigeln&#8221; als Bild der Absonderung, &#8220;schnarchen wie ein Igel&#8221; aus der Beobachtung, dass Igel im Vergleich zu anderen Tieren ganz unvorsichtig laut auftreten, &#8220;schweinigeln, Schweinigel&#8221; &#8211; vielleicht ein Hinweis auf die stöbernde Nahrungssuche und Ungepflegtheit des ansonsten  possierlichen Tieres, das gegen Parasiten &#8211; Flöhe, Zecken, Fliegenlarven &#8211; in seinem Stachelkleid machtlos ist.</p>
<p><span id="more-8"></span>Die Stacheln sind eigentlich verhärtete Haare. Jeder der über tausend Stacheln ist an einen eigenen Muskel angeschlossen, der erlaubt, ihn aufzurichten. Das Stachelkleid ist mit einem Ring- und Schließmuskel verbunden, der das Zusammenziehen zu einer Stachelkugel bewirkt. Bei der Geburt sind die Igelstacheln noch weich, um den mütterlichen Geburtskanal nicht zu verletzen. Erst danach verhärten sie.</p>
<p style="float: left; margin-top: 6px; margin-right: 10px"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=instituintern-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3401089692&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Anders als Nagetiere sind Igel keine Schädlinge für Pflanzen, wie etwa die gefürchteten Wühlmäuse, die gnadenlos Zwiebeln und Wurzeln vertilgen und so die Pflanzen subversiv zerstören. Der Igel ist Fleischfresser, Schädlingsvertilger. Er hat das typische Gebiss des Insektenfressers: Eine längliche Schnauze und zwei Reihen spitzer Zähne. Er jagt Insekten, Käfer, Würmer, Schnecken, auch kleine Wirbeltiere &#8211; im mittelalterlichen Volksmund auch &#8220;Schlangenfresser&#8221; geheißen. Nur selten tut er sich an nahrhaftem Fallobst und Wurzeln gütlich, sodass  kein Gärtner ihn fürchten muss.  Gift gegen Schädlinge dagegen ist auch für ihn tödlich.</p>
<p>Seine gemächliche, unbekümmerte Lebensweise korrespondiert mit seiner ungewöhnlichen körperlichen Ausstattung, die ihn komplett gegen Fressfeinde im konservativen Sinn schützt. Statt eines Haarkleides, wie es andere Säugetiere haben, bedeckt ein Stachelkleid den ganzen Rücken.  Wird er verfolgt, sieht er sich einem Feind ausgesetzt, rollt er sich zu einer Stachelkugel zusammen, die dem Verfolger keine seiner Schwachstellen &#8211; Gesicht und Bauch &#8211; zeigt. Diese Verteidigungsstrategie versagt allerdings bei Autos. Deshalb werden die gemächlichen Trippler und innehaltenden Stachelkugeln auch von diesen modernen Verfolgern nicht geschont. Gerade im Herbst sind junge, unerfahrene Igel auf abendlich durchwärmtem Asphalt unterwegs, nichts Böses ahnend, und den Lichtern nahender Autos nichts als ihre Stacheln entgegensetzend.</p>
<p style="float: left; margin-top: 6px; margin-right: 10px"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=instituintern-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=389566250X&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Igel sind hierzulande geschützte Tiere. Man soll und darf sie fachgerecht versorgen, wenn sie in Not sind, um sie im darauffolgenden Frühjahr wieder auszusetzen. Das betrifft Jungtiere, denen es nicht gelungen ist, sich für den Winterschlaf rechtzeitig vorzubereiten, auch verletzte oder kranke Tiere, denen man die Hilfsbedürftigkeit ansieht, weil sie zu Zeiten des eigentlichen Winterschlafs noch orientierungslos und abgemagert herumtapsen. [2]</p>
<p>Wer Igel in seinem Garten ansässig machen will, sollte igelgerechte Angebote &#8211; Reisig-, Laub-, Holz- oder Komposthaufen &#8211; bereitstellen. Auch eine Plane darüber wird nützlich für den Wintergast sein.</p>
<p>Igel sind Einzelgänger, sie brauchen viel Raum, ein großes Jagdrevier, in dem sie auf verschlungenen Pfaden umhertrippeln. Sie sind keine Augentiere, auch wenn sie in der Dunkelheit &#8211; in der Dämmerung und am Abend aktiv sind. Sie verlassen sich ganz auf ihre Nase, mit der sie den Erdboden durchstöbern. Dabei rascheln und knistern, rüsseln, schnauben und schnüffeln nur sie so eindeutig unbesorgt und unüberhörbar wie kein anderes Tier. [3]</p>
<p>[1] Grimm: &#8230; zweierlei geschlächt desz igels werdend zů unseren zeiten gefunden, der ein hat ein rüssel gleich einer sauw, wirdt genannt auf theütsch seuwygel: der ander aber ein schneugen (<em>schnauze</em>) wie ein hund, wird aus der ursach genennt hundsygel.<br />
<a style="color:blue; font-size:12px;" title="Sprache aktuell" href="http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch&amp;mode=hierarchy&amp;textsize=600&amp;onlist=&amp;word=Igel&amp;lemid=GI00101&amp;query_start=1&amp;totalhits=0&amp;textword=&amp;locpattern=&amp;textpattern=&amp;lemmapattern=&amp;verspattern=#GI00101L0" target="_blank">Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: Igel</a></p>
<p>[2] <a style="color:blue; font-size:12px;" title="Sprache aktuell" href="http://www.pro-igel.de/merkblaetter/publpdfs/tierarzt.pdf" target="_blank">Pro Igel e.V.: Igel in der Tierarztpraxis (pdf)</a></p>
<p>[3] Kindgerechte Information findet sich hier:<br />
<a style="color:blue; font-size:12px;" title="Sprache aktuell" href="http://www.gbiu.de/Hamsterkiste/Sachunterricht/Igel/igel-70.html" target="_blank">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hamsterkiste &#8211; Lerngeschichte mit weiteren Hinweisen</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Maulwurf – Ein Leben in der Unterwelt</title>
		<link>http://www.simon.institut1.de/der-maulwurf-ein-leben-in-der-unterwelt/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 22:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunhild Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[





Maulwurf



Foto: dieter haugk


© cossac / PIXELIO


Der Maulwurf ist ein kleines Säugetier, das man nur selten lebendig zu sehen bekommt.
Er hat ein samtschwarzes Fell, kaum erkennbar sind Schwanz, Augen und Ohren. Auffällig sind eine spitze, rosa Nase und riesige nach außen gewendete Flossenhände.
In dem wunderbaren Bilderbuch Der Maulwurf Grabowski, das die Bedrohung der heilen Welt eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="border: 0px; float: left; margin-right: 10px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;"><img style="border:none; padding:none;" src="http://www.simon.institut1.de/wp-content/uploads/220_maulwurf.jpg" alt="Maulwurf" title="Maulwurf" /></td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px;">
<span style="margin-top: 2px; font-size:13px; font-weight: bold;">Maulwurf</span>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px;">Foto: dieter haugk</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 0px; padding: 0px; color: #67808d; font-size:10px; line-height: 10px;">© cossac / <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=153172" style="color: #67808d; font-size:10px;" target="_blank" title="PIXELIO">PIXELIO</a></td>
</tr>
</table>
<p><strong>Der Maulwurf ist ein kleines Säugetier, das man nur selten lebendig zu sehen bekommt.</strong></p>
<p>Er hat ein samtschwarzes Fell, kaum erkennbar sind Schwanz, Augen und Ohren. Auffällig sind eine spitze, rosa Nase und riesige nach außen gewendete Flossenhände.</p>
<p>In dem wunderbaren Bilderbuch <em>Der Maulwurf Grabowski</em>, das die Bedrohung der heilen Welt eines Maulwurfs durch die ausufernde Zivilisation beschreibt, ist dem unermüdlichen Wühler und Schnüffler ein anrührendes Denkmal gesetzt.</p>
<p>Als Maulwurf bezeichnet man auch einen politischen Agenten, der inkognito seinen Gegner ausspioniert. Arglos in den Reihen des Feindes aufgenommen verfolgt er seine destruktiven Ziele. Die Bezeichnung ist eine halb verschleiernde, halb verharmlosende Metapher, ein Abbild des unterirdischen Daseins des Maulwurfs.</p>
<p><span id="more-1"></span><strong>Klein und harmlos – aber unnachgiebig verfolgt</strong></p>
<p>Maulwurfshügel ruinieren ästhetisch Rasen und Rabatten. Das veranlasst Gartenbesitzer, zu Maulwurfsfallen zu greifen. Dabei richten die kleinen Stollenbuddler keinen Schaden an, wie etwa Wühlmäuse es tun, die Wurzeln und Zwiebeln irreparabel zerstören.</p>
<div style="float: left; margin-top: 6px; margin-right: 10px"><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=instituintern-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3257012012&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></div>
<p>Zwar klein wie eine Maus, ist er mit den Nagern dennoch nicht verwandt. Sein Gebiss weist ihn als Insektenfresser aus. Er ernährt sich von allerlei Kleingetier, das er im Boden findet: Larven, Würmer, Insekten. So gesehen ist er sogar dem Gärtner eher nützlich.</p>
<p><strong>Perfekte Anpassung an den Lebensraum</strong></p>
<p>Der Maulwurf ist ein Musterbeispiel für Anpassung an die unterirdische Lebensweise. Die Vordergliedmaßen haben kräftige Muskeln. Anatomisch sind die Grabhände seiner Vorderbeine charakteristisch, sie sind breit, flach und nach außen gekehrt. An der Handfläche befindet sich ein spezieller Knochen, das Sichelbein, es verbreitert und kräftigt die Grabschaufel.</p>
<p>Das dichte, samtige Fell hat keinen Haarstrich. Das ermöglicht uneingeschränktes Rückwärtsgehen, sehr von Nutzen, weil das Wenden in den engen Gängen unmöglich ist. Die Schnauze des Maulwurfs enthält hochsensible Geruchs- und Tastsinne, die ein Leben in der unterirdischen Dunkelheit begünstigen. Blind jedoch ist der Maulwurf nicht.</p>
<p>Man bekommt den Maulwurf so selten zu Gesicht, weil er nur bei Trockenheit oder Nahrungsmangel nachts gelegentlich an die Erdoberfläche kommt. Seine innere Uhr ist jedoch unabhängig von dem gewöhnlichen Tag-Nacht-Rhythmus oberirdischer Lebewesen. Aktiv stets im Rhythmus von drei bis vier Stunden ist er mit Nahrungssuche, Graben und Inspektion der Gänge beschäftigt, um sich dazwischen wieder auszuruhen. Diese Aktivität begleitet sein gesamtes Leben, das ganz ohne Winterschlaf verläuft.</p>
<p><strong>So archaisch das Tier, so wechselvoll seine Sprachgeschichte </strong></p>
<p>Der Name Maulwurf hat eine wechselvolle Geschichte, hat er doch eine Reihe von Umdeutungen erfahren. Er lautete althochdeutsch <em>muwerf</em> und schließlich <em>muwurf</em>. Darin ist eine Verwandtschaft zu dem altenglischen <em>mow</em>, Haufen, erkennbar. Sein eigentlicher Name ist also Haufenwerfer.</p>
<p>Der Name wurde später umgedeutet nach den ähnlich klingenden althochdeutschen Assoziationen <em>molta</em> und den mittelhochdeutschen <em>molt</em> und <em>mull</em> für Erde, Staub. Die mittelhochdeutsche Form <em>moltwerf</em> bedeutet also Erdaufwerfer. Verwandte Begriffe sind Moltbeeren, mahlen, Torfmull, Mulch, Müll.</p>
<p>Eine weitere Umdeutung führte über das mittelhochdeutsche Wort <em>mul</em>, Maul, zu dem jetzigen Namen Maulwurf – Tier, das Erde mit dem Maul aufwirft.</p>
<p><strong>Weiterführendes zum Thema Maulwurf:</strong><br />
<a style="color:blue; font-size:12px;" title="Sprache aktuell" href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/natur/lebewesen/index,page=1308604,chunk=1.html" target="_blank">wissen.de &#8211; Hell und dunkel: Leben unter Extrembedingungen</a></p>
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